NORDHANGVILLA I WINTERBERG I EIN BELVEDERE  by Rudolf Olgiati + Alfred Werner Maurer.

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S tadtvilla Winterberg Saarbruecken (DE)                                                                 



Architekten:

Rudolf Olgiati (CH) 
&                         
 Alfred Werner Maurer (DE)
 
 
 































































































































































































































































































Copyrihgt:
© Dipl.-Ing. Alfred Maurer
Saarbruecken (DE)
 
Kataster Saarbruecken-St.Arnual . Lage des Baugrundstückes
1 Katasterplan © Alfred Werner Maurer

zur Architektur:
Rudolf Olgiati realisierte eine kubische Architektur, die er von der Bündner Bautradition, klassischer griechischer Architektur und vor allem einer Moderne, die sich an Le Corbusiers Schriften und Bauten orientierte. Olgiatis Werk ist bemerkenswert, seine Bauten sind universell, zeitlos und modern. Sie dokumentieren den Einfluss internationaler Architektur und das Autochthone der Schweizer Architektur. Er war Zeit seines Schaffens ein Vertreter der Neuen Sachlichkeit und einer der ersten, der die Bedeutung und Wirksamkeit historische Architekturprinzipien für die Architektur Mitte der 50-er Jahre entdeckte und sie neben der klassischen Moderne zum Bezugsfeld seiner Handlungen machte.

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1+ 5 Mehrfamilienhaus Casa Radulff Flims (CH) 1971-72; 2 + 3 Haus Palmy Laax (CH)1979-80; 4 Villa-Sarraz Les Issambres (FR) mit A. Maurer 5 Haus Dr. Gericke Futschöls St. Moritz (CH)1978-79 -  ad 4 © A. W. Maurer

zum Entwurf:
Für die Architekten Rudolf Olgiati und Alfred Werner Maurer ein Ort, ein kubischer Körper, in dem die Bewohner zu Hause sind. Ein weißer Punkt vor dem dunkelgrünen Winterberg. Ohne Sockel wächst die weisse Hauswand aus dem Sandsteinfels. Um die Mauerwerksschale nicht zu durchschneiden, sind die unterschiedlich großen Fenster, fast ausnahmslos quadratisch. Durch die tiefen Leibungen der Fenster in der Mauerwerksschale, die wuchtigen Säulen auf der Terrasse und den Eingängen dringt Licht und Sonne vielfältig und überall gegenwärtig in das Haus, "Geformtes Licht" ist das immaterielle Gestaltungsmittel das im spiegelglatten, weißen Mamorfußboden reflektiert und gesteigert wird durch die monomische Farbigkeit dieses Hauses. Weiss in ständig wechselnden Leuchtstärken und Schattierungen.  Geplant als sei die Hauptbestimmung der immer  wechselnden Blick auf die Stadt. Von jedem Raum und Fenster genießt man den Panoramablick auf die Stadt Saarbrücken. Keine Brüstung, keine Fenstersprosse behindert den Blick, Nurglaselemente über Eck, Trichterfenster und Glasvorsprünge sind in die weiße Mauerschale eingebunden, diese Panorama-Ausschnitte der Stadt umgibt den Innenraum und wird für den Bewohner vielfältig erlebbar.
 
 
 Dokumentation:


1 Ansicht OST mit Terrassen u. Schwimmbad © A. W. Maurer
2 Ansicht West © A.W. Maurer © A.W. Maurer
3 Ansicht Sued - Denkmalstrasse © A. W. Maurer
4 Ansicht Nord-Ost © A.W. Maurer

5 Lageplan mit Terrassen + Schwimmbad © A.W. Maurer
6 Dachgeschoss mit Lichtpyramide + Terrasse Wohnung 1 Ebene 2 © A. W. Maurer
7 Erdgeschoss + =0,00 m mit Terrasse + Garten Wohnung 1 Ebene 1
8 Mittelgeschoss -3,00 m mit Terrasse + Garten Wohnung 2 © A. W. Maurer
9 Untergeschoss - 6,00 mit Terrasse + Garten © A. W. Maurer
 
 
+ Literatur:
Kremerskothen, Josef / Rasch, Horst: Grosse Architekten Menschen, die Baugeschichte machten Rudolf Olgiati 231 ff; ISBN: 3-570-06546-4, Boga, Thomas: Die Architektur von Rudolf Olgiati, 1977, ISBN 3-85676-018-0; Riederer, Ursula: Rudolf Olgiati Bauen mit den Sinnen,Seite 354-357, 2005, ISBN 3-85676-018-0; Olgiati, Rudolf Architekt: Eine Streitschrift, 1994. ISBN 3-9803822-0-6 etc., Maurer, Alfred Werner : Die Villen von Rudolf Olgiati, Philologus-Verlag Nice 2007;  Maurer, Alfred Werner: Villa Sarraz Côte d'Azur by Rudolf Olgiati + Alfred Werner Maurer, Philologus-Verlag, Nice 2011; Maurer, Alfred Werner:  Villa Winterberg Saarbrücken by Rudolf Olgiati + Alfred Werner Maurer, Philologus-Verlag Saarbrücken 2011.

Rudolf Olgiati

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Rudolf Olgiati (* 7. September 1910 in Chur; † 25. September 1995 in Flims) war ein Schweizer Architekt.

Inhaltsverzeichnis

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1 Leben

Rudolf Olgiati war Sohn des Rechtsanwalts Oreste Olgiati und Bürger von Poschiavo und Chur. 1927 erwarb er die Matura an der Bündner Kantonsschule in Chur. Anschliessend studierte er an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, wo er 1934 bei Josef Zemp in Kunstgeschichte abschloss. Von 1935 bis 1937 folgte ein längerer Aufenthalt in Rom. Anschliessend war Rudolf Olgiati als Architekt tätig, zunächst in Zürich und ab 1944 in Flims, wo er bereits 1930 ein Haus aus dem Familienbesitz erworben und umgebaut hatte. Sein Sohn Valerio Olgiati ist ebenfalls als Architekt tätig und lebt heute in Flims im Haus seines Vaters.

2 Grundzüge seines Schaffens

Rudolf Olgiati war ein Vertreter der Neuen Sachlichkeit und einer der ersten, die Mitte der 1950er Jahre die Bedeutung und Wirksamkeit historischer Gestaltungsprinzipien für die Architektur der Moderne entdeckten. Er baute vorwiegend Einfamilienhäuser im gebirgigen Graubünden und restaurierte alte Patrizier- und Bauernhäuser, später auch Bauten in Südfrankreich und Deutschland zusammen mit Alfred Werner Maurer.[1] [2] [3]

Seine kubische Formensprache bewegte sich im Spannungsfeld zwischen lokaler Bündner Bautradition, der griechischen Antike und einer sich vor allem an Le Corbusier orientierenden Moderne. Er strebte damit ein universelles, zeitloses und radikal modernes Bauen an, welches gleichermassen den Einfluss internationaler Architektur wie das Autochthone der Schweizer Architektur dokumentiert und sich dabei seiner ideologischen und formalen Bezüge stets bewusst ist. Bei Olgiati, der den Rückgriff auf traditionelle Elemente niemals als restaurativ verstanden wissen wollte, vereinigt sich die Architektur mit lokaler Tradition und mit dem Ort als solchem, den er durch die Herstellung einer intimen Beziehung zwischen Architektur und der ansässigen Gesellschaft neu zu "schaffen" beanspruchte.

Seine Arbeiten wurden 1977 von der ETH Zürich, 1986 in der Freien Akademie der Künste in Hamburg, 1986 an der Technischen Universität Berlin und 1988 an der Kunstuniversität Linz ausgestellt. 1981 erhält er den Kulturpreis des Kantons Graubünden. 1988 entstand ein Dokumentarfilm über Rudolf Olgiati, der überdies mit streitbaren Thesen immer wieder in die Architekturdebatte eingriff. Breite Aufmerksamkeit fand etwa sein Kommentar "Unwissende Kitschbrüder zerstören unsere Heimat"[4] zum neuen Erscheinungsbild des nach seiner Ansicht "zu Tode renovierten" Arcas-Platzes in Chur. [5][6]

3 Werke

Wohnbauten

 

Projekte

4 Literatur

5 Einzelnachweise

  1. Projekte bei www.detail.360.de
  2. vgl.Institut Architecture Nice
  3. vgl.Institut Architecture Nice
  4. Seraina Gaudenz in Weltwoche 09/1990
  5. Hermann Lübbe: Im Zug der Zeit - Verkürzter Aufenthalt in der Gegenwart. 3. Aufl.: Springer, 2003, ISBN 978-3-540-00202-4. (S. 64)
  6. Hermann Lübbe: Praktischer Historismus: Zur Philosophie des Denkmalschutzes. In Gudrun Kühne-Bertram, Hans-Ulrich Lessing, Volker Steenblock: Kultur verstehen: Zur Geschichte und Theorie der Geisteswissenschaften. Königshausen & Neumann, 2003, ISBN 3826024109, ISBN 9783826024108. (S. 135)

6 Weblinks

 

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